KI & Arbeit: Chancen, Risiken, Strategien

Die Arbeitswelt verändert sich seit längerer Zeit rasant.

Eine der größten Veränderungen kommt durch generative Künstliche Intelligenz (KI) auf uns zu und sie steht erst am Anfang.

Diese Technologie kann Texte schreiben, große Datenmengen analysieren oder auch Bilder und sogar Videos erstellen.

Unternehmen stehen damit vor neuen Herausforderungen – und Arbeitnehmende ebenso.

KI bietet jedoch zugleich auch Chancen für beide Seiten. In den letzten vier Wochen habe ich mich intensiv mit KI auseinandergesetzt und eine Ausbildung zum KI Manager (IHK) und KI-Anwendungsberater LVQ absolviert.

 

Doch was bedeutet das für dich – egal ob Angestellte:r oder Führungsperson?

Wie beeinflusst generative KI den Arbeitsalltag, und welche Strategien helfen dir, sich auf die Veränderungen einzustellen?

Dieser Beitrag gibt dir eine Orientierung, welche Auswirkungen generative KI auf deine Karriere haben könnte und wie du dich darauf vorbereiten kannst.

 

Was ist generative KI?

Als Generative KI bezeichnet man Programme, die selbstständig Inhalte erstellen können. Sie basieren auf neuronalen Netzen, großen Datenmengen, maschinellem sowie Deep Learning und erkennen Muster.

Die sicherlich bekanntesten Beispiele derzeit sind:

  • ChatGPT, Perplexity oder DeepSeek – die Texte schreiben, Fragen beantworten und bei kreativen Aufgaben helfen
  • Midjourney oder Adobe Firefly – die Bilder auf Basis von Textbeschreibungen erstellen
  • Gamma oder Canva – die dir helfen ganze Präsentationen zu erstellen

 

Die hier genannten Systeme sind nur Beispiele, der Markt ist inzwischen sehr groß geworden und neben Anbietern aus den USA gibt es auch immer mehr Angebote aus Europa oder Asien.

Diese Systeme können dir helfen, deine Arbeit schneller und effizienter zu erledigen. Gleichzeitig können sie teilweise Aufgaben übernehmen, die bisher von Menschen ausgeführt wurden, was einige Berufe stark verändert oder sogar überflüssig machen könnte.

 

Welche Chancen bietet generative KI für Arbeitnehmende?

 

1. Effizienzsteigerung

Viele tägliche Aufgaben lassen sich mit KI schneller und einfacher erledigen. Dazu gehören:

  • Automatisierung von Routineaufgaben wie E-Mails beantworten oder Berichte zusammenfassen
  • Beschleunigung von Recherchearbeiten
  • Unterstützung bei kreativen Prozessen, z. B. bei der Texterstellung oder Bildbearbeitung

 

Das kann dazu führen, dass du dich stärker auf strategische oder innovative Aufgaben konzentrieren kannst, anstatt dich mit zeitraubenden Routineaufgaben aufzuhalten.

 

2. Bessere Entscheidungsfindung

KI kann große Datenmengen analysieren und Vorschläge machen, die die Entscheidungsfindung erleichtern. Für dich bedeutet das:

  • Schnelleren Zugang zu relevanten Informationen
  • Bessere Einschätzung von Entwicklungen und Trends
  • Reduzierung von Fehlern durch automatisierte Analysen

 

3. Neue Berufsfelder

Durch KI entstehen neue Jobs, insbesondere in den Bereichen:

  • KI-Entwicklung und -Wartung
  • Datenanalyse und maschinelles Lernen
  • Ethik und Regulierung von KI-Systemen

 

Sich weiterbilden und neue Fähigkeiten erwerben, bietet dir gute Chancen, dich neu zu positionieren.

 

4. Individuelle Unterstützung

KI kann als persönlicher Assistent dienen, der dir dabei hilft:

  • Lernmaterialien schneller zu finden und aufzubereiten
  • Arbeitsschritte zu optimieren
  • Den Arbeitsalltag effizienter zu gestalten

 

 

Welche Risiken gibt es?

1. Jobverlust durch Automatisierung

Eine der größten Sorgen vieler Menschen ist, dass KI ihren Job ersetzt.

Schon im Jahr 1985 sang die Klaus Lage Band „… dein Job macht heute ein Stück Silicon …“

Das Thema ist also kein wirklich Neues und die Veränderung ist ein kontinuierlicher Prozess. Besonders betroffen durch generative KI sind:

  • Berufe mit hohem Routineanteil
  • Verwaltungs- und Bürotätigkeiten
  • Bereiche, in denen bereits jetzt Automatisierung eine Rolle spielt

 

Es gilt, sich darauf einstellen, dass sich deine Aufgaben verändern und sich an neue Anforderungen anzupassen, was mich zum nächsten Punkt bringt.

 

2. Neue Anforderungen und Kompetenzlücken

Mit der Einführung von KI steigen wahrscheinlich die Anforderungen an dich. Wahrscheinlich wirst du dir neue Kompetenzen aneignen müssen, darunter:

  • Den Umgang mit KI-Tools erlernen
  • Kritisches Hinterfragen von KI-gestützten Entscheidungen beherrschen
  • Grundlegendes Verständnis für Datenanalyse und Automatisierung entwickeln

 

Laut dem IW-Kurzbericht Nr. 24/2025 äußern Beschäftigte, die bereits mit generativer KI arbeiten, häufiger Sorgen über die Entwertung ihres beruflichen Könnens und Wissens durch technischen Fortschritt.

Die Wahrscheinlichkeit, besorgt zu sein, steigt bei ansonsten gleichen arbeitsplatz- und personenbezogenen Merkmalen von rund 23 % auf 41 % bei Nutzung von KI-Anwendungen.

Wer sich nicht weiterbildet, könnte langfristig Schwierigkeiten haben, auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu bleiben. Auch das ist keine neue Erkenntnis.

 

3. Datenschutz und Kontrolle

Viele KI-Systeme greifen auf große Datenmengen zu. Das wirft Fragen auf:

  • Welche Daten dürfen Unternehmen sammeln und nutzen?
  • Wie können Arbeitnehmende ihre Privatsphäre schützen?
  • Wer trägt Verantwortung, wenn KI-Entscheidungen Fehler enthalten?

 

Hier sehe ich zunächst ganz besonders die Arbeitgeber in der Pflicht, ihre Mitarbeitenden zu informieren und zu schulen.

Bevor du deine „Hosentaschen KI“, also ChatGPT oder irgendeine andere Anwendung auf deinem Mobiltelefon, für berufliche Zwecke verwendest, frage dich, ob das in Ordnung ist.

Du sollten darauf achten, welche Informationen du mit der KI teilst, welche Regeln bei dir im Unternehmen dazu gelten und dich mit Datenschutzrichtlinien vertraut machen.

 

4. Ungleichheit am Arbeitsplatz

Nicht alle Arbeitnehmenden haben die gleichen Möglichkeiten, von KI zu profitieren. Jüngere Generationen oder technisch versierte Menschen können sich oft schneller anpassen. Das könnte:

  • Ältere oder weniger technikaffine Menschen benachteiligen
  • Neue Formen der Ungleichheit in Unternehmen fördern

 

Wir erleben heute in vielen Unternehmen eine Diskussion um die Ungleichbehandlung von Arbeitnehmenden beim Thema „Mobile Work“ und „Homeoffice“.

Mache Aufgaben sind eben zwingend an einen Arbeitsplatz im Unternehmen oder bei Kunden gebunden, z.B. in der Produktion oder in der häuslichen Altenpflege.

Hier sehe ich beim Einsatz von KI unter Umständen ähnliche Diskussionen auf uns zukommen, da sich – wie oben beschrieben – generative KI eben nur für bestimmte Arten von Aufgaben gut einsetzten lässt und keinesfalls alle Job gleichermaßen beeinflussen wird.

 

Wie solltet du reagieren, wenn du vom Einsatz von KI betroffen bist?

Angesichts der KI-Revolution gibt es einige konkrete Schritte, die du unternehmen kannst:

Weiterbildung: Sich mit KI-Tools vertraut machen und neue Fähigkeiten entwickeln
Flexibilität bewahren: Offen für Veränderungen sein und neue Chancen erkennen
Rechtliche Kenntnisse vertiefen: Wissen über arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen kann helfen, die eigene Position zu stärken
Proaktiv handeln: Nicht abwarten, bis der Arbeitgeber Schulungen anbietet, sondern selbst aktiv werden
Netzwerk pflegen: Der Austausch mit anderen kann helfen, neue Perspektiven zu gewinnen und auf dem Laufenden zu bleiben

 

Fazit

Generative KI ist gekommen um zu bleiben, so wie der Computer aus der heutigen Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken ist.

Sie stellt einen erneuten Wendepunkt in der Arbeitswelt dar und sie geht uns alle an.

Sie bietet viele Chancen, bringt aber auch Herausforderungen mit sich.

Wenn du informiert bleibst, dich weiterbildest und proaktiv mit den Veränderungen umgehst, kannst du deine Zukunft leichter aktiv mitgestalten.

 

Als Karriereretter stehe ich auf deiner Seite. Wenn du wissen möchtest, wie du KI zu deinem Vorteil nutzen kannst oder Sorgen hast, wie sich dein Job verändert, melde dich gerne bei mir!

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Gemeinsam finden wir heraus, wie du deine Ziele erreichen kannst.

 

 

Verfasst / Aktualisiert am:
11.03.2025

Bildnachweis:
Erstellt mit Stable Diffusion Web by Christian Brackelmanns

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